Die richtige Beleuchtung ist in diesem Zusammenhang natürlich auch ein wichtiges Thema. Ein Belichtungsmesser erfaßt nur die Lichtmenge, die Qualität der Ausleuchtung kann er aber nicht verbessern. Dabei ist es auch mit einfachen Mitteln möglich die Lichtqualität zu erhöhen. Es gibt eine große Auswahl an Leuchtmitteln und es muss nicht immer die Studioblitzanlage für ein paar tausend Euro sein. Am Anfang genügen schon zwei oder drei Kunstlichtquellen um die Lichtsituation positiv zu verändern. Gerade bei Digitalkameras mit der einfachen Anpassung des Weißabgleichs sind preiswerte Halogenleuchten bestens für "besseres Licht" geeignet. Alternativ kann man auch Fluoreszenzleuchten auf der Basis von Energiesparlampen ausprobieren. Diese Leuchtmittel gibt es mit Farbtemperaturen von 5000°K oder 6500°K, damit ist ein Weißabgleich mit jeder Digitalkamera möglich. Eine Leistung von 250 Watt pro Leuchte reicht für Portraits aus, bei Sachaufnahmen im Studio darf es auch mehr sein. Der Anschaffungspreis für eine solche Lichtausrüstung beträgt inklusive der Stative im preiswertesten Fall etwa 150 bis 250 Euro und ist damit für jeden Fotografen erschwinglich.
Sehr genau sollte man sich die Anschaffung von Lichtformern und teurem Zubehör zu den Leuchten überlegen. Die Hersteller wollen nicht nur Leuchten verkaufen, wesentlich besseren Umsatz erzielen sie mit dem Zubehör. Schaut man sich den Preis einer kleinen Softbox an, dann erkennt man sofort, daß man für ein durchschnittliches Sammelsurium an Lichtformern ganz locker ein paar hundert Euro ausgeben kann. Auch beim Licht gilt: Improvisieren spart Geld. So können z.B. größere Styroportafeln als Aufheller oder Transparentpapier als Diffusor dienen, als "Stative" genügen bei derart leichten Materialien Holzleisten und Draht. Blickdichte Vorhang-Seitenteile kann man z.B. als Textilhintergrund einsetzen. Eventuell in der Fundgrube des allseits bekannten schwedischen Einrichtungshauses vorbeischauen, da gibt es immer wieder textile Restposten für wenig Geld. Ist man auf den Geschmack gekommen, dann besteht jederzeit die Möglichkeit Besseres und Teureres zu kaufen.
Improvisation ist zwar aus Kostengründen empfehlenswert, dass dabei auf die Sicherheit geachtet werden muss, ist selbstverständlich. Halogenleuchten werden sehr heiß und es besteht immer die Gefahr von Verbrennung oder eines Brandes, wenn in der Umgebung derartiger Leuchten zu sehr improvisiert wird. Niemals vergessen: Safety First!