November 2022: Mein Versuch während des Jahres 2022 insgesamt 80 APS-Filme einzuscannen ist grandios gescheitert. Mit viel Mühe ist es mir gelungen nach und nach drei spezielle Fujifilm AS-1 APS-Scanner aufzutreiben, die alle bereits bei den ersten Scans mechanische Probleme bekommen haben. Entweder sind die Kunststoffteile im Lauf der Jahrzehnte mürbe geworden und die Zahnräder im Getriebe brechen, oder die Negativstreifen stecken in den Patronen fest und lassen sich nicht mehr bewegen. Vielleicht haben die Scanner nicht mehr genügend Kraft um die Streifen aus der Patrone zu fädeln. Mir ist es wegen der komplexen Mechanik nicht gelungen einen einzigen der drei fünfundzwanzig Jahre alten AS-1 zu reparieren. Ein viertes Gerät werde ich mir nicht mehr besorgen und meine 80 Filmrollen als verloren preisgeben. Gewerbliche Anbieter verlangen ab etwa 20 Cent pro Scan, was den finanziellen Aufwand bei meinen 80 Rollen zu je 40 Aufnahmen auf mindestens 640 Euro in die Höhe treibt und APS-Erweiterungen für Nikon Coolscan-Geräte gibt es auch nicht unter vierhundert oder fünfhundert Euro. Das ist mir zu viel und so bleibt jetzt doch ein bitterer Nachgeschmack was das Advanced Photo System betrifft.
November 2023: Das Einscannen von APS-Negativen hat mir keine Ruhe gelassen. Für eine geringe Anzahl an Scans kann man den Negativstreifen aus der Patrone entnehmen und mit einem hochwertigen Flachbettscanner samt Durchlichteinheit einzelne Bilder scannen. Der Arbeitsablauf ist zwar sperrig und langsam, aber mit meinem Epson Expression 1680 gelingen gute Scans. Sie kommen qualitativ nicht ganz mit einem Filmscanner mit, letztendlich habe ich aber eine praktikable Lösung für das Problem APS-Scans entwickelt. Ich muss nur noch herausfinden, ob meine Geduld für alle 80 APS-Filme reicht...
Juli 2026: Die APS-Scans mit dem Epson Expression 1680 habe ich wegen dem umständlichen Arbeitsablauf auf jene Fälle reduziert, bei denen ich nur einzelne Negative zu verarbeiten habe. Von einem guten Freund habe ich einen Somikon Dia Duplikator (Bestellnummer NC-1749-906 bei Pearl Computer) bekommen und mit diesem Teil ist es mir ebenfalls gelungen brauchbare Reproduktionen von APS-Farbnegativen herzustellen. Der Arbeitsablauf ist bei näherungsweise gleichen Ergbnissen etwas schneller und weniger mühsam. Dazu braucht man den Somikon Dia Duplikator, eine Digitalkamera - in meinem Fall eine Fujifilm X-H2 - und ein Makro-Objektiv. Ich besitze ein Micro-Nikkor P.C. 55mm/3,5, welches sich gut für diesen Zweck eignet. Für eine gute Ausleuchtung der kleinen Plexiglasscheibe sollte die Lichtquelle eine Farbtemperatur von näherungsweise 5.000°K haben. Damit wird das Invertieren und die Farbabstimmung bei einem Farbnegativ bedeutend erleichtert. Das Einfädeln und das Positionieren eines APS-Filmstreifens ist nicht wirklich bequem und schnell, denn der Dia Duplikator ist für Kleinbildfilme und 5x5-Dias ausgelegt. Wer nur das eine oder andere Negativ zu reproduzieren hat, wird damit leben können. In meinem Fall sollen aber 80 Rollen bearbeitet werden und deshalb werde ich meinen Dia Duplikator für die einfache Verwendung von APS-Filmen modifizieren. Dieses Projekt wurde von mir bereits angefangen, kommt aber nur langsam voran. Wie das alles funktioniert, welche Modifikationen am Dia Duplikator erforderlich sind und was man alles braucht, werde ich auf einer eigenen Seite zusammenfassen.
h der fehlende externe Blitz.




