Die beiden hier vorgestellten Teleobjektive von Nikon sind in mehrfacher Hinsicht Exoten. Sie wurden bereits in der AF-Ära konzipiert, sind aber trotz AF-Fähigkeit uneingeschränkt AiS-Typen. Notwendig war das, weil Ende der 1980er-Jahre die Systemkompatibilität zur langsam auslaufenden AiS-Serie auch bei neu aufgelegten Nikkor-Objektiven gegeben sein sollte.
Das zuerst erschienene 135mm-Objektiv wurde von vielen, auch von mir, auf den ersten Blick fälschlicherweise als Weichzeichner-Objektiv wahrgenommen. Dabei ist die Beeinflussung des Schärfe-zu-Unschärfe-Übergangs die Möglichkeit perfekte Freisteller mit einer genau definierten Schärfezone zu produzieren.
Dazu kommt, dass die beiden Objektive mit einer Produktionszeit von 1990 bis ins Jahr 2020 unglaublich lange im Produktprotfolio von Nikon geblieben sind. Sie haben es auf Grund ihrer Konzeption und Qualität problemlos ins digitale Zeitalter geschafft. Ihr Ende wurde erst mit der Ablösung des F-Bajonetts durch das Nikon Z-Bajonett besiegelt.
Das Objektiv mit 135mm Brennweite besitze ich seit rund dreißig Jahren, die Variante mit 105mm Brennweite ist erst vor ein paar Jahren bei mir eingetroffen. Was mir zu den AF DC-Nikkoren einfällt gibt es auf dieser Seite in einem PDF-Dokument zu lesen. Zugegeben ist dieser Beitrag mit einer Menge an Theorie gut gefüllt, nur kommt man ohne diese Informationen bei diesen speziellen Objektiven nicht wirklich weiter. Finden Sie heraus, ob ein AF DC-Nikkor zu Ihnen passt.